Chronik und Geschichte
1910
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Der Komplex wird am Weigandufer von den Berliner Elektrizitäts-Werken als Kraftwerk erbaut und geht 1911 planmäßig in Betrieb. Mit dem Abdampf, der bei der Stromerzeugung anfällt, werden bereits frühzeitig Kunden mit Heizwärme versorgt. | |
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1919
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Da die Stromproduktion am Standort eingestellt wurde, übernahm die damalige Stadt Neukölln die Verwaltung des Kraftwerks, das anschließend zum reinen Fernheizwerk umgebaut wird. Erst in der Zeit nach 1945 beginnt die umfassende Erneuerung des Fernheizwerks. | |
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1968/69
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Neue Heißwasserkessel werden in Betrieb genommen.
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1974 |
Das Streckennetz wächst auf rund 20 Kilometer mit rund 150 Stationen.
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1977 |
Umwandlung in eine GmbH. Stammkapital: 11,5 Mio. DM, alleiniger Gesellschafter war das Land Berlin. Erst jetzt ging es beim FHW konsequent aufwärts. Die Anschlussleistung stieg von 90 MW auf |
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1982/83
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Einbau einer Elektro-Filteranlage zur Minderung der Staubbelastung der Umwelt aus den Rauchgasen der Kohlekessel. |
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1987
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Mit Anlagen nach dem neuesten technischen Stand, einem Streckennetz von ca. 33 Kilometer, 360 angeschlossenen Gebäuden und einer Kesselleistung von ca. 191 MW verfügt das FHW Neukölln über ein leistungsstarkes und ausbaufähiges Versorgungssystem. | |
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1987
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Als weiterer Meilenstein des Unternehmens gilt die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft und die damit verbundene schrittweise vollständige Privatisierung. |
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1988
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Einführung des gesamten Grundkapitals von DM 11,5 Mio. an der Berliner Wertpapierbörse und Teilprivatisierung durch Verkauf von knapp 50 % des Kapitals aus dem Besitz des Landes Berlin über ein Bankenkonsortium. | |
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1989
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Ersatz des Kessels VI durch einen ölbefeuerten Dampferzeuger mit einer Leistung von 25 t/h.
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1990
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Inbetriebnahme einer Direkt-Entschwefelungsanlage zur Verminderung der Schwefeldioxydemissionen aus den mit Steinkohle befeuerten Kesseln. |
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1991/92
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Rohrnetzerweiterung durch Ausbau von neuen Fernwärmeversorgungstrassen im Stadtgebiet Neukölln. | |
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1995
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Das Land Berlin verkauft seine Anteile. Mit der Übernahme wird die Bewag Hauptaktionär der FHW Neukölln AG. |
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1999/2000
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An der Jahrtausendschwelle wird ein neuer Abschnitt der Leistungssicherung und Versorgungsstabilisierung eingeläutet.
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2001 |
FHW erhält das EMAS-Zeichen für den Einsatz eines zertifizierten Umweltmanagements nach EG-Verordnung 761/2003. |
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2002/2003
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Erweiterung des Kesselhauses durch den Bau des Kessels VIII mit 7,9 MW Leistung als bivalenter Spitzenlastkessel und Kessel IX mit 30 MW Leistung für den Grundlastbedarf auf Ölbasis. | |
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2003/2004
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Auflösung des Inselbetriebs durch Errichtung einer Verbindung zwischen dem HKW Mitte der Bewag Wärme und dem Heiznetz der FHW AG. Der Bezug von Wärme aus Kraft-Wärme-Kopplung, mit einer gesamten Leistung von 30 MW, von der Bewag wurde in einer Fernwärmeübergabestation (FÜS) im Böschungsbereich der Bouchéstraße am Schifffahrtkanal Neukölln realisiert. |
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2004
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Das Netz der FHW AG beträgt nun ca. 60 km und versorgt Kunden über ca. 650 Übergabestationen. Durch die aktuellen Baumaßnahmen der FHW AG konnte die Versorgungssicherheit nochmals erhöht werden und weitere Möglichkeiten geschaffen werden das Heiznetz zu erweitern. |
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2005
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Bezogen auf die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (ENEV) hat FHW die Zertifizierung des Primärenergieeinsatzes durchgeführt (Ergebnisfaktor: fPE,WV = 0,94).
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2006
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Am Standort Weigandufer wird wieder Strom erzeugt. Die FHW AG nimmt zwei Block-Heiz-Kraftwerke mit einer elektrischen Leistung von jeweils 500 kWel in Betrieb. Die Aggregate werden mit Pflanzenöl betrieben und erhalten deshalb eine Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG). Die gleichzeitig erzeugte Wärme wird in das Fernwärmenetz der FHW AG eingespeist. Somit produziert FHW rund 6.000 MWh Grünen Strom pro Jahr und bezieht rund 3 % seiner benötigten Wärme aus der CO2-neutralen KWK-Anlage. |
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Die FHW - Fernwärme hat sich heute zu einem wichtigen Faktor der Wärmeerzeugung in Neukölln entwickelt. Und man braucht kein Prophet zu sein, um zu erkennen, dass diese Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen ist.

